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Der Artikel nennt die häufigsten Gründe für eine PrivatinsolvenzGrund für die Insolvenz sind Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Häufiger Anwendungsfall ist die Privatinsolvenz nach einem Kleinkredit. Beispiele für diese Fallgruppe gibt es viele.








Die Kostenübersicht nicht verlieren

Beginnen kann alles mit einem Handyvertrag, bei dem die monatlichen Kosten nicht bezahlt werden, weil andere Verbindlichkeiten vorrangig sind. Aufgrund der oft auf einige Jahre abgeschlossenen Handyverträge kann so schnell ein Schuldenberg entstehen. Hinzu kommen Inkassokosten und Verzugszinsen, so dass eine vermeintlich kleine monatliche Verbindlichkeit eine existenzvernichtende Angelegenheit werden kann. Selbst wenn die Dauer des Insolvenzverfahrens mit Wohlverhaltensperiode überschaubar ist, bestehen für diesen Zeitraum und danach kaum Handlungsmöglichkeiten. Selbst nach einer Restschuldbefreiung bieten sich kaum noch Möglichkeiten. Der mit der Insolvenz häufig einhergehende Harz 4-Bezug mit den Rückforderungsmöglichkeiten der Sozialleistungsträger, unterbinden jede weitere aufstrebende Tätigkeit.

Zahlungsunfähigkeit bei Arbeitsplatzverlust

Hinzu kommen Fälle, in denen sich die Abwicklung der Insolvenz auf Personen bezieht, die ihre Arbeitsstelle verloren haben und keine neue Anstellung mehr bekommen, gleichzeitig aber beispielsweise ein Haus abbezahlen müssen. Da dies nicht möglich ist, kann die Folge daraus die Insolvenz sein. Gleichgelagert sind Fälle mit entsprechender finanzieller Belastung einer Ehe nach der Scheidung. Häufig fallen mit der Scheidung die finanziellen Vorteile des Zusammenlebens weg. Hinzu können emotional und psychisch bedingte Instabilitäten kommen, die zum Verlust der Einnahmequellen führen können. Da die Verbindlichkeiten nicht bedient werden können, folgt die Insolvenz mit möglicher Restschuldbefreiung. Weiterer Anwendungsfall sind häufige Bestellungen aus dem Internet, ohne diese bezahlen zu können.

Um unkontrollierte Internetbestellungen mit zugehörigen Zahlungsverbindlichkeiten zu vermeiden sollten entsprechende Sicherungen aktiviert oder eingebaut werden. Ausreichen können im Einzelfall der fristgerechte Widerruf einer Bestellung, die Kündigung einer dauerhaften Vertragsverbindlichkeit oder die Anfechtung der abgegebenen Willenserklärung. Der Versuch, aufgrund bestehender Arbeitspflicht die Verbindlichkeit abzuzahlen, kann hilfreich sein, da jedwedes Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze den Gläubigern zugeführt wird. Zur Vermeidung einer Überschuldung ist die Führung eines Haushalts- und Kassenbuches sinnvoll. Schuldenerlasse können durch Schuldnerberater im Einzelfall herbeigeführt werden und Ordnung in die Finanzen bringen.

Quelle des Fotos: Reinhold Foeger – Fotolia Similar Posts:

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