Raus aus der Privatinsolvenz

Verfasst am 21 Februar 2012 von zu Finanzierung

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BeratungDie Privatinsolvenz bietet einem Schuldner die Möglichkeit, seine Gläubiger durch die Verwertung der eigenen Gegenstände zu bedienen. Die Erlöse der Insolvenzmasse werden dann in gleicher Weise auf jeden einzelnen Gläubiger verteilt, damit die Schuld sozusagen abbezahlt werden kann. Mit dieser Art von Insolvenz hat der Schuldner die Gelegenheit, sich innerhalb der Restschuldbefreiung von allen offenen Rechnungen zu befreien. Dies ist jedoch erst der Fall, wenn das Insolvenzverfahren an sich abgeschlossen ist – frühestens nach sechs Jahren.

Außergerichtliche Verständigung im Vorfeld prüfen

Bevor man als Verbraucher eine Insolvenz beantragen kann, muss man als Schuldner nachweisen, dass man sich um eine außergerichtliche Begleichung der Schulden bemüht hat. Nachdem man seinen Antrag eingereicht hat, muss das Gericht zunächst prüfen, ob eine außergerichtliche Verständigung überhaupt erfolgreich verlaufen kann. Wenn dies nicht der Fall ist, muss das Gericht selbst darüber entscheiden, ob die Privatinsolvenz eröffnet werden kann. Zusammen mit dem Antrag auf die private Insolvenz muss man einen sogenannten Schuldenbereinigungsplan einreichen. Dieser besagt, wie der Schuldner die Einigung auf die Bereinigung der Schulden genau plant. Genau wie beim Verbraucherinsolvenzverfahren ist es notwendig, beim Insolvenzgericht den Antrag in schriftlicher Form einzureichen. Alle Unterlagen, die dazu gebraucht werden, wie beispielsweise Erklärungen und Pläne, kann man beim Amt als Vordrucke anfordern, damit die Arbeit für den Schuldner einfacher ist.

Restschuldbefreiung erhalten

Das Ziel der privaten Insolvenz ist es also, dass man nach dem Abschluss dieses Verfahrens eine Restschuldbefreiung erhält. Hierbei hat der Schuldner die Pflicht, in sechs Jahren alles zu unternehmen, um die Gläubiger bedienen zu können. Das bedeutet, dass der Schuldner in dieser Phase den pfändbaren Teil seines Einkommens und die Hälfte eines Erbteils an einen Treuhänder abgibt. Dieser gibt die Beträge wiederum nach einer speziellen Insolvenztabelle an die Gläubiger weiter. Natürlich ist dieses Verfahren eine langwierige Sache. Als Hilfe lohnt es sich, eine kostenlose Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen.

Foto: Artur Gabrysiak – Fotolia.deSimilar Posts:

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