Wenn die Schuldenfalle zuschnappt

Verfasst am 24 Februar 2012 von zu Finanzierung

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Alles scheint ganz einfach zu sein: Eine Kreditkarte kostenlos beantragt und schon erhalten Verbraucher mehr finanzielle Unabhängigkeit. So einfach ist es dann aber doch nicht, denn das Plastikgeld ist fast immer mit Kosten verbunden. Das Angebot „Kreditkarte kostenlos“ beantragen und nutzen, dient oftmals nur als reiner Köder für die Konsumgesellschaft.

Meist werden Kosten bereits nach kurzer Zeit erhoben, Gebühren für den Einsatz der Karten im Ausland kommen hinzu und auch die Gebühren für Bargeldabhebungen sind nicht außer Acht zu lassen. Handelt es sich dann sogar noch um eine echte Kreditkarte ist der Weg in die Schuldenfalle oftmals vorprogrammiert. Man kann mit der Kreditkarte kostenlos überall einkaufen, die Rechnung kommt erst viel später. Diese muss zwar bezahlt werden, doch gewähren die Kreditkartenunternehmen hier oftmals noch weitere Aufschübe, gegen Zinszahlung, versteht sich.

Kein Geld, keine Perspektive

Doch das ist erst der Anfang. Denn ganz nebenbei hat man vor ein paar Jahren einen Bausparvertrag Vergleich durchgeführt und den für sich günstigsten Tarif gefunden. Schnell wurde eine hohe Bausparsumme vereinbart, die natürlich in kurzer Zeit aufgebaut werden sollte. Die monatlichen Raten, die dafür anfallen, sowie die Abzahlung der Kreditkartenrechnung – all das führt schnell in die Schuldenfalle.

Denn selbst wenn man sich beim Bausparvertrag Vergleich für eine besonders günstige Variante entschieden hat: Die Sparraten müssen aufgebracht werden, wer sich bereits in der Darlehensphase befindet, muss in jedem Fall die Rückzahlung erfüllen. Viele trauen sich auch nicht, den Bausparvertrag zu kündigen oder ihn ruhen zu lassen und so kann die finanzielle Misere kaum mehr abgewendet werden. Mitunter vergessen einige Verbraucher, dass sie einen entsprechenden Vertrag schon haben, starten einen neuen Bausparvertrag Vergleich und beginnen erneut mit dem Ansparen.

Großreinemachen bei den Finanzen

Ist es erst soweit gekommen, hilft nur noch eines: Großreinemachen in den eigenen Finanzen. Bestehende Verträge sollten überprüft, wenn möglich stillgelegt oder aufgelöst werden. Wichtige Zahlungsverpflichtungen, denen schon länger nicht mehr nachgekommen werden kann, sollten nicht einfach ignoriert werden. Stattdessen sollten Verbraucher das Gespräch mit den Gläubigern suchen und können dann oft eine Ratenzahlung vereinbaren, die ihnen etwas mehr Luft lässt. Da aber viele schon den Kopf in den Sand gesteckt haben, sollten sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Es muss ja nicht erst bis zur Verbraucherinsolvenz kommen.

Foto: Thomas Reimer – FotoliaSimilar Posts:

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