Das Verbraucherinsolvenzverfahren und seine Ziele
Immer mehr Menschen gelangen heute in finanzielle Not. Dadurch steigt nicht nur die seelische Belastung, sondern in aller Regel tritt auch eine Verschuldung, meist gar eine Überschuldung ein. Wenn die Schulden nicht mehr abgezahlt werden können, aus welchen Gründen auch immer, hilft das Verbraucherinsolvenzverfahren.
Es dient vor allem dazu, die Menschen, die in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, vor dem finanziellen Ruin zu schützen und bietet ihnen die Chance für einen kompletten Neuanfang. Dabei läuft das Verbraucherinsolvenzverfahren in drei Stufen ab und zieht sich über sechs bis acht Jahre.
Wer sich vorstellen kann, ein Verbraucherinsolvenzverfahren voranzutreiben, der muss sich stets einiger Dinge bewusst sein: Für die Einleitung des Verfahrens müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Außerdem erfordert das Durchhalten des Verfahrens ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Wer nicht bereit ist, aktiv an seiner Entschuldung zu arbeiten und dafür auch gewisse Einschränkungen einzugehen, der wird kein Verbraucherinsolvenzverfahren durchführen können.
Auch Ihre Ein- und Ausgaben sollten Sie einer Prüfung unterziehen und ggf. auf einen Finanzratgeber setzen.
Aufgrund der sehr großen Komplexität der gesetzlichen Regelungen ist eine fachkundige Beratung und Begleitung durch das Verfahren besonders wichtig. Die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen, sowie die Verbraucherzentralen und spezialisierte Anwälte können hier sehr gute Hilfestellung bieten. Solche Stellen findet man mittlerweile in nahezu jeder Stadt.
Wichtig ist es, dass diese Stellen, die zur Verbraucherinsolvenz beraten, keinesfalls mit Kosten verbunden sind. Beratungsstellen, die von den Schuldnern Honorare verlangen, sind meist unseriöse Anbieter. Hier ist also Vorsicht geboten.