Schuldnerberatungsstellen

Menschen, die in die Schuldenfalle geraten sind, versuchen in den meisten Fällen selbst einen Ausweg aus dieser Schuldenfalle zu suchen, indem Sie sich weiter verschulden, oder das ganze Problem einfach verdrängen. Eine sehr einfache Lösung der Probleme bietet der Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle. Die geschulten Schuldnerberater helfen dem Schuldner einen Ausweg aus der Schuldenfalle zu finden.

Schuldnerberatungsstellen gibt es in jeder Stadt. Zu finden sind sie im Sozialamt der jeweiligen Stadt, oder in einem der Wohlfahrtsverbände, die auch in jeder Stadt Anlaufstellen haben. Diese Schuldnerberatungsstellen sind kostenlos. Sobald dort ein Termin vereinbart wurde, sollten alle Unterlagen wie, Nachweise über das Einkommen, Mahnbescheide, Pfändungen und die Schuldenliste der nicht bezahlten Gläubiger. Die Sozialpädagogen der Schuldnerberatungsstellen werden sich anhand der Unterlagen einen Überblick über die finanzielle Lage des Schuldners machen. Auch wird überprüft, ob die gestellten Forderungen auch rechtens sind. Liegt bei einem der Gläubiger eine Sittenwidrigkeit vor, so kann der Schuldner gegen diesen rechtlich vorgehen, sind alle Forderungen rechtens, so wird die Schuldnerberatungsstelle mit den Gläubigern verhandeln und annehmbare Ratenzahlungen vereinbaren. Bei Zwangsvollstreckungen oder Zwangsräumungen der Wohnung, wird geprüft ob gegen diese Maßnahmen ein Einspruch eingelegt werden kann. Auch wird versucht, einen Antrag auf Einstellung dieser Maßnahmen zu stellen, so wird Zeit gewonnen, um nach einer Lösung suchen zu können. Wichtig ist immer, eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern zu erzielen. Sollten diese außergerichtlichen Einigungen nicht möglich sein, wird eine Restschuldbefreiung mittels einer Verbraucherinsolvenz in Erwägung gezogen werden.

Des Weiteren werden die Schuldnerberater überprüfen, ob alle gesetzlichen Sozialleistungen in Anspruch genommen wurden. Dazu gehören, Sozialhilfe, Kindergeld, Wohngeld, Erziehungsgeld und der Unterhaltsvorschuss für die vorhandenen Kinder.
Auch nach den Ursachen für die Überschuldung werden die Schuldnerberater suchen. Mitunter sind Krankheiten wie Spielsucht, oder der Schuldner kauft Dinge, die nicht benötigt werden. Hier wird dem Schuldner geholfen, mit seiner finanziellen Situation zurechtzukommen. Einkäufe müssen in ein Haushaltsbuch eingetragen werden, so entsteht ein Überblick über Einkäufe, die nötig sind und auch über Ausgaben, die der Schuldner einsparen kann. Der Schuldner muss sich an aufgestellte Regeln halten, seinen Konsum einschränken und nach zusätzlichen Einnahmequellen suchen.
Schuldnerberatungsstellen finden Sie ganz komfortabel auf der Seite der “Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung”.